Kleine Circusstunde

Bei meinem ersten Besuch wurde mir der vorgesehene "Kinderraum" gezeigt: eine große Halle ohne Fenster und Tageslicht und mit einer völlig ungeeigneten Akustik. Mir taten die Erzieher leid, die vermutlich jeden Tag mit Kopfschmerzen nach Hause gehen, weil die Lautstärke unerträglich ist. Andererseits hatte ich gleich die Vision, dass der Raum perfekt für Circus sei: Akrobatik, Jonglage, Einradfahren.

In der Grundschulzeit meiner Tochter hatte ich eine Circus AG an der Dreilinden-Grundschule in Wannsee gegründet und begleitet. Carlotta war völlig circusnärrisch und in die nächsten entsprechenden Einrichtungen waren in Kreuzberg oder noch weiter weg. Da erschien es mir am einfachsten, selbst etwas auf die Füsse zu stellen. Zusammen mit einer Fachfrau habe ich dann drei Jahre lang mit den Kindern jongliert, balanciert und Hilfestellungen gegeben. Aus dieser Zeit hatte ich noch viele Hula Hopp Reifen in verschiedenen Größen und schon mehrmals überlegt, was ich damit machen könnte.

 

Diesen Mittwoch nun war ich schon zeitig am ICC und versuchte neben meinem üblichen Unterrichtsmaterial auch noch acht Hula Hopp Reifen vom Auto in den 4. Stock zu schaffen. Veronica war mit einigen Kindern noch draußen auf einem Spielplatz, so erregte mein Ankommen nur die Aufmerksamkeit weniger Kinder. Und das war auch gut so: im Nu waren Kleine und Große in Aktion und kreisten ihre Hüften. Zum Glück hatte ich ausreichend Reifen für alle dabei, aber durch die unterschiedlichen Größen und Farben gab es trotzdem Auseinandersetzungen. Erfreulicherweise haben sich auch einige Jungs an der Aktivität beteiligt. In den Musikstunden habe ich die Erfahrung gemacht, dass den größeren Jungen vieles genant ist: singen, spielen, andere Kinder (vor allem Mädchen) anfassen. Manchmal hatte ich sogar den Eindruck, dass sie an der Musik nur teilnehmen, um die jüngeren Geschwister zu beaufsichtigen. Sobald die großen Brüder dann keine Lust mehr hatten, mussten die Kleinen auch mit rausgehen.

 

Jedenfalls habe ich Asia,der Koordinatorin des ICC, vorgeschlagen, für die älteren Kinder ein Circus-Projekt anzubieten. In Zehlendorf gibt es zwei Waldorfschulen, die in dieser Kunst recht akitv sind. Den Circus Molto Vitale der Emil Molt Schule gibt es bereits über 15 Jahre und demensprechend viele Artisten sind daraus schon hervorgegangen. Ich möchte nicht wissen, wieviele Einräder in Garagen rumstehen (bei mir sind es zwei). Aber natürlich braucht es fachgerechte Anleitung ...

 

 

                                

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Kommentare: 1
  • #1

    Steffi (Samstag, 06 Februar 2016 10:22)

    Super Idee. Wann geht's los?

 

 

 

 

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ist die Grundlage für Bildung

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ist die Grundlage für

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weiß nichts von seiner eigenen

 

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